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2010 2017 - Nils Völker

23. September bis 29. Oktober 2017
In seinen meist großformatigen, kinetischen Installationen verwandelt der Berliner Medienkünstler Nils Völker Alltagsmaterialien und -gegenstände in raumgreifende Strukturen. Die zumeist leicht und fragil anmutenden Oberflächen seiner Medienkunstinstallationen sind das Ergebnis serieller Aneinanderreihung identischer Objekte sowie deren realer Bewegung im Raum. Völker generiert Oberflächen des Übergangs. Durch die Vervielfachung von Plastiktüten, Rettungsdecken, technischem Spielzeug und Licht schafft der Künstler ausdrucksstarke, wandfüllende Installationen oder ‚Objekte‘ im Raum. Immer auf der Suche nach technischen Neuerungen setzt Völker die flexiblen Oberflächenstrukturen seiner Arbeiten mit Hilfe von Elektronik und Programmierung in Bewegung. Computerlüfter oder Motoren sorgen dafür, dass sich das Kunstwerk in stetiger Veränderung befindet. Durch die Eigengeräusche des gewählten Materials greifen seine Installationen nicht nur visuell, sondern auch akustisch in den Umraum hinein, denn ihre dynamischen Strukturen werden häufig durch das Knistern reflektierender Kunststofffolie oder das leise Surren der Lüfter ergänzt. Völkers Arbeiten, die zugleich mit den überschreitbaren Grenzbeziehungen zwischen Bild, Skulptur, Installation und architektonischem Umraum spielen, sind audiovisuelle ‚Vergegenständlichungen‘ von Veränderung, die dem Betrachter ein immersives Raumgefühl vermitteln.

Nils Völker (*1979 in Aalen, Baden-Württemberg) widmet sich nach einem Studium des Grafikdesigns an der Bauhaus-Universität Weimar seit 2010 der Medienkunst und war bereits in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten. „2010 2017“ ist seine erste umfassende Werkschau, die eine Brücke zwischen Völkers frühen, auf den Prinzipen der Robotik basierenden Bildern und den aktuellen Medienkunstinstallationen spannt.
Jasmin-Bianca Hartmann, Kunsthistorikerin M.A.


2010 2017 - exhibition view from Nils Völker on Vimeo.